Der 2. Weltkrieg war am 1. September 1939 ausgebrochen. Viele Aktive wurden nun zum Kriegsdienst einberufen. Neue Aufgaben kamen auf die Männer der Wehr zu, wie zum Beispiel Luftschutzdienste und Dienst als Hilfspolizisten.
Mit großem Einsatz, auch durch die Wehr, wurde auf dem oberen Dorfplatz ein Ehrenmal für die gefallenen Bürger des 1. Weltkrieges errichtet.
Feiern wurden während der Kriegsjahre nicht abgehalten. Der allgemeine Feuerwehrdienst lief jedoch ohne Abstriche weiter. Im Laufe des 2. Weltkrieges erlitt das Dorf Großenbrode zwei Bombenangriffe. Beide Male galten die Angriffe dem nahen Flugplatz. Beide Male wurde jedoch nicht der Flugplatz, sondern das Dorf Großenbrode bombardiert.
Der 1. Bombenangriff erfolgte am 25. August 1944 um die Mittagszeit. Zwei Tote waren zu beklagen, sowie die Zerstörung einer großen Scheune und eines Wohnhauses im südlichen Dorfteil. Außerdem wurden 11 Pferde, sowie Erntevorräte Opfer der Bomben.
Der 2. Bombenangriff erfolgte in der Nacht vom 26. auf den 27. April 1945, noch kurz vor dem Ende des furchtbaren Krieges am 8. Mai 1945. Der Angriff galt wiederum dem Flugplatz. Leuchtfallschirme wurden zunächst über dem Flugplatz abgeworfen, jedoch trieben diese bei böigen Südwind über das Dorf Großenbrode. Die Scheunen und Gebäude des Dorfes wurden nun mit Brand- und Sprengbomben belegt. Sehr schnell brach im westlichen unteren Dorfteil ein riesiges Feuer aus. Viele Gebäude wurden ein Opfer der Flammen und der Sprengwirkung der Bomben. 10 Todesopfer waren zu beklagen.
Gleich nach dem Angriff setzten die Löscharbeiten der Wehr ein, und gegen Mittag waren die Brände gelöscht, so daß die Feuerwehr und andere Helfer abziehen konnten. Gott sei Dank! Denn nur wenig später explodierten etliche Zeitzünderbomben, deren Einschlagslöcher unter den Trümmern nicht gesehen werden konnten. Eben dort standen kurz zuvor noch die Männer der Wehr. Einige Bürger, die mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt waren, kamen durch diese Zeitzünderbomben ums Leben und etliche wurden verletzt. Die Großenbroder spürten nun am eingenen Leibe, wie furchtbar und heimtückisch ein Krieg sein konnte.

1946 - Ablösung in der Führung der Wehr. Heinrich Haye trat als Wehrführer zurück, und August Haye wurde einstimmig zum neuen Wehrführer gewählt. Er wurde mit der besonderen Aufgabe betraut, nach dem verlorenen Krieg und nach den Wirren der Nachkriegszeit die Freiwillige Feuerwehr wieder aufzubauen und neu zu organisieren. Es gelang ihm sehr gut, und Oberbrandmeister August Haye blieb 18 Jahre, bis zu seinem Eintritt in die Ehrenabteilung, Führer unserer Wehr.
Die Einsatzhäufigkeit nahm laufend zu, denn neben der Brandbekämpfung im großen und im kleineren Umfang, wurde die Wehr immer häufiger zu allen möglichen Hilfeleistungen gerufen. Die Wehr wurde zum allgemeinen Helfer in jeder Notlage.
Am 5. August 1951, morgens um 3:40 Uhr, gingen wieder die Alarmsirenen. Es brannte das Haus des Kaufmanns Theodor Jens. Um 5 Uhr war der Brand gelöscht.
1953 - Der langjährige Schriftführer und das Gründungsmitglied Theodor Oxen tritt in die Ehrenabteilung über, nach fast 50 Jahren aktiven Dienst in der Wehr. Ein verdienstvoller Kamerad wie viele andere ebenfalls.
Am 16. September 1952 war wieder ein Großeinsatz unserer Wehr nötig. Es brannte das Wirtschaftsgebäude auf Heinrichsruh. Fast alle Wehren diesseits von Oldenburg waren zur Verstärkung angerückt. Das Löschwasser aus dem Hofteich reichte nicht. Es mußte darum eine lange Schlauchleitung von der Ostsee bis zum Hof Heinrichsruh aufgebaut werden. Nur das Wohnhaus und ein Stall konnten gerettet werden. Das Wirtschaftsgebäude wurde total eingeäschert.
Ein weiteres Großfeuer bei dem Bauern Fritz Voß in Lütjenbrode mußte am 26. September 1955 bekämpft werden, gemeinsam mit der Wehr aus Heiligenhafen.